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Kultur 🌺

  • Autorenbild: Margarethe Ueter
    Margarethe Ueter
  • 4. Nov. 2023
  • 3 Min. Lesezeit

Am letzten Tag in der Sprachschule (22.09.2023) haben uns die Lehrer noch ein paar Dinge über die Kultur erzählt und Sachen, die wir tun sollen und die wir nicht tun sollen. Diese Dinge würde ich gerne mit euch teilen. 

Es ist wichtig, die kulturellen Unterschiede, die Gebote und Verbote einer Gesellschaft zu kennen. Vor allen Dingen, wenn man als Ausländer oder Besucher in eine Gesellschaft kommt. 

Hier einige der tansanischen Kulturwerte:


Dinge, die man tun soll:


Das Begrüßen ist super wichtig. Jeder grüßt jeden und das zeigt Respekt. Wenn mich jemand grüßt, dann bedeutet das, dass er mich respektiert und derjenige jeder Zeit für ein Gespräch offen ist. Die Begrüßung kann Beziehungen verbessern. Wenn man um Hilfe fragen möchte, dann muss man den anderen zuerst begrüßen, denn sonst bekommt man keine Hilfe. Besonders gilt das bei Nachbarn. Mann sollte ein gutes Verhältnis zu seinen Nachbarn haben und dazu gehört natürlich die Begrüßung. 


Das Respektieren der Älteren ist hier auch sehr wichtig. Man bietet den Älteren den Platz an in öffentlichen Verkehrsmitteln. Man begrüßt die Älteren und nimmt den Hut ab, wenn man mit ihnen spricht. Die Älteren gelten als weise und allwissend. 


Die Teilnahme an Sterbe- und Beerdigungszeremonie ist in der tansanischen Kultur sehr wichtig. Jeder, der in schwierigen Zeiten, wie bei einer Beerdigung, hilft, ist ein guter Freund. Wer einen in dieser Zeit ignoriert, ist dein Feind. Der tansanischen Kultur zufolge ist der Tod für die Hinterbliebenen die kritischste Situation. 

Normalerweise bitten die angestellten ihren Arbeitgeber um Erlaubnis, an der Beerdigung teilnehmen zu dürfen, auch wenn sie keine engen Verwandten sind. Wenn man zufällig einem Trauerzug zum Friedhof begegnet, schließt man sich an oder lässt ihn passieren. 


Die Beziehung zu den Nachbarn ist, wie oben schon kurz angerissen, sehr wichtig. Denn das sind die Menschen, die einem helfen, wenn man ein Problem hat, weil sie am nächsten dran sind. Am besten kann man Freundschaft schließen, in dem man immer, wenn man sie sieht grüßt und versucht mit ihnen zu reden. Man kann sie auch besuchen vorallem, wenn ein Familienmitglied krank ist. Unter Nachbarn ist es ein Geben und Nehmen.


Essen und Getränke darf man nicht ablehnen, wenn sie einem angeboten werden. Man sollte immer eine kleine Portion nehmen und dann sagen, dass man voll ist, oder man schon gegessen hat. Wenn man zum Beispiel ein Glas Milch angeboten bekommt, kann man auch danach fragen, ob man ein Wasser bekommen kann.


Auf dem Markt wird um den Preis verhandelt. Im Supermarkt und anderen Geschäften aber nicht. Da ist der Preis festgelegt. 


Viele Menschen hier haben eine andere Vorstellung von Zeit. Es geht nicht um Minuten und schon gar nicht um Sekunden. Deshalb kann es passieren, dass die Leute zu spät kommen. Das ist aber nicht böse gemeint, sondern ist der unterschiedlichen Zeitvorstellung geschuldet.

Wenn zum Beispiel gesagt wird, wir fahren um halb elf los, dann ist es nicht schlimm, wenn man erst um Viertel vor elf oder sogar erst um elf los fährt. Fünf Minuten "zu spät" ist keine Verspätung. 


Bei der Kleidung ist es vor allem bei den Frauen wichtig, dass so viel wie möglich verdeckt sind. Die Schultern sollten immer bedeckt sein und kein weiter Ausschnitt sollte zu sehen sein. Röcke und Hosen sollten nicht zu kurz sein. In der Kirche wird das Ganze noch ein bisschen strenger gesehen, als im Alltag. In der Kirche müssen Schultern und Knie bedeckt sein.

Bei den Männern wird das Ganze nicht so streng gesehen. Es wird davon ausgegangen, dass sich Männer sehr schnell von zu viel Haut irritieren lassen. 


Was man nicht tun sollte:

Man riecht in Tansania nicht an Essen, denn wenn man etwas riecht, dann heißt das, dass das Essen schlecht ist. Man schätzt die Frauen, die das Essen kochen. Wenn man an dem Essen riecht, dann heißt das, dass das Essen und der Koch schlecht sind. Auf dem Markt riecht man auch nicht an den Lebensmitteln, sondern prüft durch Drücken, ob die Frucht reif ist. 


Öffentliche Zuneigungen sind nicht gestattet. Liebe ist für die Kultur sehr wichtig, wird aber schnell mit Intimität verbunden. Deshalb gehören Umarmungen und Küsse nicht in die Öffentlichkeit, sondern nach Hause. Händchen halten in der Öffentlichkeit ist nur zwei weiblichen Personen gestattet, weil das eine enge Freundschaft symbolisiert. 


Man darf sich nicht auf den Tisch setzten und die Füße gehören auch nicht auf den Tisch, da sie als "dreckigste" Körperteile gelten. Den Fuß auf einen Stuhl zu stellen oder sich anders hinzusetzen, als mit den Füßen auf den Boden, gilt als unhöflich. 

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