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Kampala 🌇

  • Autorenbild: Margarethe Ueter
    Margarethe Ueter
  • 6. Apr. 2024
  • 5 Min. Lesezeit

Am ersten Tag in Kampala haben wir im Hotel gefrühstückt und sind dann nochmal in die Acaia Mall gefahren. Dort sind wir in ein Geschäft gegangen. Die Preise waren so teuer, dass es europäische Preise waren. Das waren wir gar nicht mehr gewohnt. 

Danach sind wir dann nach Down Town gefahren. Es war super viel los. Der Verkehr war überwältigend. Wir sind mitten auf der Straße aus dem Uber ausgestiegen. Wir haben versucht uns zurecht zu finden und sind durch die Straßen gegangen. 

In einem Second Hand Laden haben wir uns ziemlich lange aufgehalten und haben das ein oder andere Teil für 2.000 ugx (50 ct) mitgenommen. Anschließend sind wir dann noch in die Moschee in Kampala gegangen. Die war sehr beeindruckend und Nora und ich mussten uns verhüllen. Das war eine ganz neue Erfahrung. Ich habe in Deutschland noch keine Moschee besucht. Deshalb habe ich keinen Vergleich. De Uganda National Mosque ist die größte Moschee  in Ostafrika. Sie bietet Platz für 15.000 Gläubige, weitere 1.100 Personen können auf der Galerie Platz nehmen und 3.500 Personen auf der Terrasse.

Am Abend sind Nora, Robin und ich dann noch ausgegangen und haben in einer Open Air Bar, einer Live Band zugehört. Das war eine schöne Abwechslung zum Alltag.


Am nächsten Tag sind die Jungs nach Hause gefahren und Nora und ich sind zum Zwischenseminar gefahren. 

Das Seminar dauerte 5 Tage lang. Wir haben darüber gesprochen, was wir alles schon erlebt haben und was wir noch erleben wollen. Mir ist bewusst geworden, dass die Hälfte derzeit schon um ist. Am Anfang konnte ich das noch gar nicht begreifen. Ich habe mir meine Wünsche und Ziele für das nächste Halbjahr aufgeschrieben und habe die Hoffnung, dass ich am Ende des Jahres alles von dieser Liste abhaken kann. 


Nach dem Seminar sind Nora und ich noch fünf Tage in Kampala geblieben. Wir hatten uns ein kleines Airbnb gemietet. Das Zimmer war nicht viel größer als das Bett, aber wir hatten ein kleines eigenes Bad, was viel wert ist. Und für 9€ die Nacht kann man sich nun wirklich nicht beschweren. Außerdem war es auch nur zum Schlafen.

Wir waren viel in der Stadt unterwegs und shoppen. Das geht zu zweit natürlich viel besser, als mit zwei Jungs😉.

Am Valentinstag haben wir uns mit unseren neuen Klamotten schön angezogen und waren aus. Wir saßen in einem Lokal und haben einer Live Band zugehört. Dort haben wir einen Einheimischen kennengelernt, der uns dann die Clubs gezeigt hat. Es war ein sehr lustiger und schöner Abend.

An einem Tag haben wir uns eine Massage gegönnt. Wir haben einen ganz entspannten Tag gemacht. Die Massage war echt gut. Ich habe so etwas noch nie gemacht, aber es hat mir sehr gefallen. 

Wir haben sehr viel, sehr gutes Essen gegessen und die Zeit in Kampala sehr genossen.


Unser Plan war es am Sonntagmorgen nach Hause zu fahren. Also wollten wir am Samstagnachmittag ganz entspannt die Bustickets kaufen. Nur leider konnten wir kein Busticket für Sonntag kaufen. Wir mussten uns entscheiden, ob wir in ein paar Stunden fahren oder erst am Dienstag fahren. Dienstag war für uns aber zu spät, weil wir wieder arbeiten mussten. Also mussten wir noch am Samstag fahren. Der Bus sollte in 3 Stunden losfahren und wir sollten bereits eine Stunde früher da sein. Wir haben dann ausgemacht, dass wir pünktlich um 17 Uhr am Bus sind. Da wir nämlich noch nichts gepackt hatten und noch nicht gegessen hatten. Wir hatten natürlich noch Pläne für den letzten Tag, die wir dann über Bord werfen mussten. Wir sind noch genau eine Stunde auf den Craft Market gegangen, um noch ganz schnell die restlichen Souvenirs zu kaufen und um unsere Schillinge “los zu werden”. Danach bin ich dann schnell zum Airbnb gefahren und habe unseren Rucksack gepackt. In der Zwischenzeit hat Nora mit dem restlichen Geld noch etwas zu Essen gekauft für die Fahrt. Wir hatten bis zu diesem Zeitpunkt nämlich immer noch nichts gegessen. Eine halbe Stunde bevor der Bus abfahren sollte, wollte Nora wieder da sein. Die Rucksäcke waren fertig gepackt und von Nora gab es keine Spur. Ich bin zwanzig Minuten durch das kleine Zimmer getigert bis sie um 20 vor fünf endlich da war. Nora hat sich schnell umgezogen, ich habe das Essen eingepackt. Nora ist nach unten gegangen und hat schon mal ein Boda angehalten und ihm erklärt, wo wir hin müssen, und dass wir uns beeilen müssen. Ich hab die letzten Sachen eingepackt und habe einen letzten Kontrollblick gemacht. Und dann sind wir mit dem Boda zur Busstation gefahren. 

Das dachten wir zumindest. Doch der Fahrer hatte leider keine Ahnung, wo er hin musste und fand es super witzig mit uns durch die Stadt zu tuckern. Als wir dies gecheckt hatten, war es schon viertel nach fünf und wir hatten wirklich Panik, dass der Bus ohne uns losgefahren ist. Gott sei Dank hat uns dann ein anderer Bodafahrer gerettet. Er wusste, wo wir hinwollen und hat uns dann ganz schnell zur Busstation gefahren. Um halb sechs waren wir dann, nass geschwitz, am Bus und er war noch nicht losgefahren. Zum Glück. 

Am Bus waren alle total entspannt. Nur Nora und ich hatten uns total abgehetzt. Wir haben dem Bodafahrer unsere letzten ugandischen Schillinge gegeben, doch die haben ihm nicht gereicht und obwohl wir diskutiert haben, haben wir ihm noch ein paar tansanische Schillinge gegeben.

Und dann saßen wir im Bus und konnten uns entspannen. Nora hatte viel gutes Essen und Trinken gekauft und wir haben erstmal zu Abend gegessen. Wir sind einfach ein super Team und verstehen uns fast ohne Worte. Auch eine so stressige Situation haben wir perfekt gemeistert. 

Wir sind dann erst um Punkt 18 Uhr losgefahren. Auf der Fahrt gab es keine Komplikationen mehr. Wir mussten nur einige Stunden an der Grenze warten, aber das hat uns nichts weiter ausgemacht. 

Um sechs Uhr am Sonntagmorgen sind wir in Bukoba an der Busstation angekommen. Wir sind ausgestiegen und ich habe Nora mit unserem ganzen Handgepäck stehenlassen, um meinen Rucksack zu holen. Es standen super viele Männer um Nora herum, die alle wollten, dass wir mit ihnen weiter fahren. Ich habe meinen Rucksack selber aus dem Bus geholt und dabei fielen ein paar Päckchen mit raus, als ich die Klappe aufgemacht habe. Ich wollte gerade meinen Rucksack rausheben, da hat mir ein Mann meinen Rucksack aus der Hand gerissen. Weil ich ihn nicht alleine mit meinem Rucksack abhauen lassen wollte, bin ich dann über die rausgefallenen Päckchen gefallen. Alle haben sich sofort entschuldigt, aber keiner hat meinen Rucksack in Ruhe gelassen. Alle Männer waren wollten meinen Rucksack oder unsere anderen Sachen nehmen und zu ihrem Boda tragen. Das hat mich sehr aufgeregt und ich habe irgendwann die Hände weggeschlagen, weil sie es nicht verstanden haben. 

Nora und ich hatten uns dazu entschieden mit einem Bagaji zum Nikolaushaus zu fahren. Als ich meinen Rucksack dann auf dem Rücken hatte, haben sie uns zum Glück in Ruhe gelassen und wir sind gut im Nikolaushaus angekommen.


Eine kleine Fotogalerie:


Die Uganda National Mosque:




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