Besuch aus Mwanza 🛳️
- Margarethe Ueter
- 16. März 2024
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 20. März 2024
Nora und ich sind nach Uganda gefahren, weil dort unser Zischenseminar stattfinden sollte. Das Zwischenseminar ist ein Treffen mit anderen Freiwilligen, die in Tansania oder Uganda einen Freiwilligendienst machen. Da das Nikolaushaus an der Grenze zu Uganda liegt, war das Zwischenseminar für uns in Uganda.
Nora und ich haben uns überlegt, dass wir gerne vorher und hinterher noch Kampala ansehen wollen.
Wir haben in den letzten Monaten zwei andere Freiwillige kennengelernt. Robin wohnt direkt in Bukoba und Julius wohnt in Mwanza. Mwanza ist auf der anderen Seite des Viktoriasees. Man kann mit der Fähre hinfahren. Als wir den Jungs erzählt haben, dass wir zum Zwischenseminar nach Uganda fahren und wir noch in Kampala bleiben wollen, haben sie sich dazu entschieden, dass sie mitkommen wollen.
Wir haben uns darüber sehr gefreut, denn so mussten wir nicht alleine nach Kampala fahren. Julius hatte sich ein bisschen informiert und deshalb mit uns zusammen die Planung übernommen.
Juluis ist am Freitag (02.02.2024) mit dem Schiff zu Nora und mir nach Kemondo gefahren. Das Schiff fährt immer über Nacht und macht einen Zwischenstopp in Kemondo, bevor es weiter nach Bukoba fährt. Deshalb ist Julius hier um kurz vor sechs angekommen. Julius hat den Tag bei uns im Nikolaushaus verbracht. Wir sind zusammen in den Kindergarten gegangen und haben im Morgenkeis, wie fast jeden Morgen, zusammen getrommelt, gesungen und getanzt. Später sind wir dann mit einigen Kindern eine Runde ums Haus gegangen.
Am Nachmittag haben wir das gute Wetter genutzt und haben uns unter den Mangobaum gelegt. Unseren Lieblingsplatz musste er ja schließlich auch kennenlernen. Wir haben in der Sonne gedöst und uns unterhalten. Später sind wir dann noch zum Viktoriasee gegangen. Der See ist nicht weit weg und dort haben wir uns dann in den Sand gesetzt und aufs Wasser geguckt. Es kam richtige Urlaubsstimmung auf.
Plötzlich kam eine Kuhherde, die direkt an uns vorbeigelaufen ist. Wir hatten schon Angst um unsere Schuhe.
Am Abend haben wir zusammen gekocht, natürlich Nudeln mit Tomatensoße. Normalerweise essen Nora und ich mit den Kindern zusammen, aber an diesem Abend hatten wir Lust mit Julius zusammen zu kochen. Danach haben wir Phase 10 gespielt. Wir haben viel geredet und gelacht. Wir hatten sehr viel Spaß.
Am nächsten Tag sind wir dann alle zusammen zu Robin nach Bukoba gefahren. Nora hatte leider noch einen Migräneanfall, weswegen unsere Abfahrt sich ein bisschen verspätet hat. Aber da wir mit einem Daladala zu Robin gefahren sind und die keinen festen Fahrplan haben, war das kein Problem.
Wir haben uns von allen hier im Nikolaushaus verabschiedet und gesagt, dass wir in zwei Wochen wiederkommen. Wann genau wir wiederkommen würden, wussten wir zu dem Zeitpunkt noch überhaupt nicht.
Und dann ging die Reise mehr oder weniger los. Ich bin das erste Mal mit meinem großen Rucksack Daladala gefahren. Nora und ich hatten uns nämlich entschieden, dass wir nur einen großen Rucksack mitnehmen und einen Tagesrucksack. So haben wir meinen großen Rucksack und ihren Tagesrucksack mitgenommen.
Nach der Daladalafahrt sind wir dann mit dem Boda zu Robin nach Hause gefahren. Da der Rucksack nicht ganz so leicht war, wurde ich ziemlich nach hinten gezogen und musste mich gut festhalten, aber es hat alles wunderbar funktioniert.
Bei Robin angekommen haben wir unsere Sachen abgestellt und sind zu Robins Einsatzstelle gefahren, die wollten wir uns nämlich auch noch angucken.
Robin arbeitet auch in einem Kinderheim und die Kinder waren super süß. Das Kinderheim finanziert sich zum größten Teil selbst. Aus diesem Grund müssen die Kinder auf dem Feld mitarbeiten. Das Kinderheim baut viel Mais selber an. Aus dem Mais wird dann Ugalai gemacht, welches die Kinder jeden Tag zu essen bekommen. Als wir da waren, wurde der Mais gerade geerntet. Der Mais wurde auf einem Anhänger gesammelt und die Kinder saßen auf dem Anhänger und haben den Mais von der Pflanze getrennt. Als wir dazu kamen, wollten sie gerade wieder zurück zum Hauptgebeude fahren und so haben wir uns dazu entschieden uns mit auf den Anhänger zu setzen und mitzufahren. Wir haben den Kids geholfen den Mais von der Pflanze zu trennen und dann haben wir den Mais in eine Halle geworfen. Jeder Kolben wurde einzeln in die Halle geworfen. Ich hatte zwischendurch Angst, dass ich jemanden treffe.
Danach haben wir uns dazu entschieden, Essen zu gehen und so haben wir uns in einem "Local" wieder gefunden, wo man einheimisches Essen bekommt. In der Küche wurde auf dem offenen Feuer gekocht und es war ein ganz neues Gefühl für mich. Ich habe mich auf einmal so gefühlt, als wenn ich dazu gehören würde.
Danach sind wir nur noch müde ins Bett gefallen. Das war ein aufregender und schöner Tag.

























































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