Jinja 🚌 (und der Weg nach Kampala)
- Margarethe Ueter
- 30. März 2024
- 4 Min. Lesezeit
Am ersten Morgen hatten wir leider kein Wasser. Als wir den Host gefragt haben, hat sie gesagt, dass in der ganzen Umgebung gerade kein Wasser ist und sie da leider nichts machen kann. Im Abstellraum stand aber noch Wasser. Dafür hatten wir natürlich Verständnis, weil ich das hier schon öfter erlebt habe. Wir haben auch manchmal im Nikolaushaus kein Wasser. Also habe ich das Wasser aus der Abstellkammer in einen Eimer geschüttet und bin so duschen gegangen. Ich durfte netterweise als Erste.
Zum Frühstücken sind wir in die Stadt gefahren. Wir haben einen leckeren Rolex gegessen und dazu einen leckeren Saft getrunken. Ich hatte einen Passionsaft.
Rolex ist ein gefülltes Chapati. Chapati haben wir auch in Tansania. Es ähnelt sehr einem Pfannkuchen. Sie werden mit viel Öl gebraten und sind ein bisschen dünner als Pfannekuchen, aber nicht so dünn wie ein Crepe.
Nach dem leckeren Frühstück sind wir dann in der Stadt rumgelaufen. Nora und ich haben sofort in dem ersten Souvenirshop gehalten und haben es vielleicht ein bisschen übertrieben, aber da waren einfach so schöne Sachen und wir sind ja nur einmal hier.
Auf den Straßen war total viel los, ich fand es total verrückt. Ich hab gesehen, dass mechanische Nähmaschinen am Straßenrand verkauft wurden. Das bedeutet, dass sie gar nicht alle schon total alt sind, sondern anscheinend noch produziert werden. Denn sie waren noch verpackt, dass hätte ich nicht gedacht. Wir sind in ein Kaufhaus gegangen, welches mich an ein Parkhaus erinnert hat. Überall hatten die Leute ihren Stand aufgebaut. Die secondhand Klamotten lagen stapelweise auf dem Boden. Hühner, die in kleinen Käfigen aufeinandergestapelt standen. Fleisch und Innereien, auf Tabletts, zum Verkauf bereit. Es war total verrückt.
In Jinja ist eine Quelle des Nils, die wollten wir uns gerne angucken. Leider war der Eintritt aber sehr teuer und man hätte nicht viel gesehen, außer einem Schild. Daher haben wir uns doch dagegen entschieden und sind zu einer Bar gefahren, die am Wasser liegt. Da war natürlich noch nichts los und so konnten wir uns ans Wasser setzen und ein bisschen chillen. Danach sind wir natürlich noch lecker essen gegangen, denn das haben wir hauptsächlich gemacht, gut gegessen. Zum Nachtisch wollten wir eigentlich noch eine leckere Zimtschnecke essen, aber leider hatte der Stand schon zu und so sind wir dann nach Hause gefahren. Wir haben den Abend damit verbracht Tabu zu spielen. Nora und ich mussten die Jungs erst ein bisschen Überreden, aber am Ende haben die Beiden sogar gewonnen. Es war ein sehr schöner und lustiger Abend.
Am nächsten Morgen, hatten glücklicherweise wieder Wasser und ich habe unseren Rucksack wieder gepackt. Die Jungs haben in der Zwischenzeit schon mal Frühstück für uns gemacht. Es gab leckeres Rührei auf Toast. Und dann mussten wir leider auch schon raus aus dem Airbnb. Der Host hat uns netterweise ein Taxi organisiert, welches uns zu den Busowoko Falls gefahren hat. Die Fahrt hat ungefähr 40 Minuten gedauert. Wir mussten einen kleinen Eintritt für die Wasserfälle bezahlen. Die Wasserfälle waren sehr beeindruckend, aber leider wurde es schnell regnerisch und windig. Julius hat das nicht davon abgehalten ins Wasser zu gehen. Wir anderen drei haben uns in einer Hütte untergestellt und haben das Geschehen beobachtet und natürlich dokumentiert.
Nach der Schwimmen gehen Aktion, haben wir uns auf den Rückweg gemacht.
Der Taxifahrer hatte auf uns gewartet und uns dann zur Busstation in Jinja gebracht. Der Taxifahrer hat von uns 100.000 ugx (23,53€) bekommen. Wir sind anschließend mit einem Matatu nach Kampala gefahren. Wir haben das erste Matatu ohne uns fahren lassen, weil kein Platz mehr für uns alle und unser Gepäck war. So konnten wir dann wieder als erstes in das nächste Matatu steigen. Julius und mein Rucksack haben im Kofferraum Platz gefunden und wir haben uns wieder in die letzte Reihe gesetzt. Robin hat sich vor uns in die Reihe gesetzt, denn in einem Matatu können nur drei Leute nebeneinander sitzen.
Der Kofferraum ging auf Grund unserer Rucksäcke nicht mehr richtig zu und so wurde er mit einem Seil zu geknotet. Wir konnten also nur hoffen, dass nichts aus dem Rucksack rausfällt. Diesmal hat die Strecke wirklich nur knapp drei Stunden gedauert und nicht fünf. Robin hatte sich auf der Fahrt mit seiner Sitznachbarin unterhalten. Wir hatten noch gar kein Plan wie es in Kampala weiter gehen sollte und hatten auch noch keine Unterkunft. Plötzlich hat die Sitznachbarin von Robin gesagt, dass wir jetzt aussteigen müssen. Nora schlief noch und wir hatten alle unsere Schuhe ausgezogen. Und so sind wir mehr oder weniger aus diesem Matatu gestolpert. Ich hab mir meinen Rucksack geschnappt und dann hat Rebecca, so hieß die Sitznachbarin, auch schon gesagt, dass ich mich auf ein Boda setzen soll. Und so saß ich dann auch schon auf dem Boda, welches einem Boda auf dem Rebecca saß hinterher gefahren ist. Es war die erste Boda fahrt, die ich alleine gemacht habe. Rebecca hatte die Führung übernommen. Sie hat uns bis in ein Hotel begleitet, welches wir uns schon im Vorhinein rausgesucht hatten. Wir haben eingecheckt und dann hat uns Rebecca noch ein bisschen durch die Stadt geführt. Sie war einfach super süß.
Wir sind in eine große Mall gegangen und wenn wir die Straße überqueren wollten, hat Rebecca Nora und mich an die Hand genommen, damit wir gut über die Straße kommen. Das fand ich sehr lieb. Die Acacia Mall ist sehr modern und groß. Ich finde sie sieht so aus, als wenn sie irgendwo in Europa stehen könnte. In der Mall war auch ein Supermarkt. Dieser sah genauso aus, wie die Supermärkte in Deutschland. Ich hatte seit einem halben Jahr nicht mehr so einen Supermarkt gesehen und war völlig überwältigt. Es gab so viel Auswahl. Eine Kühlabteilung, Obst und Gemüse im Laden. Es gab einfach alles, aber das muss ich ja nicht erklären, wie ein normaler Supermarkt in Deutschland aussieht. Aber ich war wirklich völlig überfordert. So, als wenn ich noch nie in einem Supermarkt gewesen wäre. Die Gänge waren auf einmal so groß.
Die Mall hatte natürlich auch mehrere Etagen und im ersten Stockwerk gab es verschiedene Restaurants. Man konnte sich nach draußen auf die Terasse setzen. Wir haben uns also etwas zu Essen bestellt und haben den Sonnenuntergang auf der Terrasse genoßen. Rebecca hat uns noch ein bisschen von sich erzählt und warum sie jetzt in Uganda ist. Es war ein richtig schöner Abend. Rebecca hat sich irgendwann von uns verabschiedet und wir sind zurück ins Hotel gegangen.
noch ein paar weitere Fotos von den Busowoko Falls:
























































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