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Heiligabend & Erster Weihnachtsfeiertag 🎄

  • Autorenbild: Margarethe Ueter
    Margarethe Ueter
  • 20. Jan. 2024
  • 4 Min. Lesezeit

Dieses Jahr war Heiligabend an einem Sonntag. Deshalb hat der Tag damit gestartet, dass wir alle in die Kirche gegangen sind. Am Tag vorher wurde die Kirche schön geschmückt und ein Plastikweihnachtsbaum wurde aufgestellt. An den Wänden hingen Tücher und eine Girlande wurde durch die ganze Kirche an der Decke aufgehangen. Doch eine Krippe stand morgens noch nicht in der Kirche. Der Adventskranz stand neben dem Weihnachtsbaum und es waren alle vier Kerzen an. Es wurde der vierte Advent gefeiert. Der Gottesdienst ging wie immer zwei Stunden und danach gab es zum Mittagessen Reis mit Bohnen. Nora und Ich sind dann nach dem Mittagessen noch mit der Keksdose rumgegangen und alle haben sich sehr über die Kekse gefreut.

Den Nachmittag haben wir in der Mehrzweckhalle verbracht. Wir haben mit den Kindern getanzt. Die Kinder können echt super tanzen und Nora und ich haben versucht mitzuhalten, das hat aber nicht so gut funktioniert. Wir hatten sehr viel Spaß dabei. 

Und dann gab es auch schon das Abendessen. Wir haben nämlich schon sehr früh alle zusammen zu Abend gegessen. Normalerweise essen die Jungen im Jugenhaus und die Mädchen im Mädchenhaus und die Kleinen und die beeinträchtigten Kinder essen früher, als die älteren Kinder. Doch an Weihnachten essen alle zusammen. Es wurden noch Tische und Bänke aus dem Jugendhaus geholt. Dann haben wir gemeinsam das Tischgebet gesprochen. Nora und ich haben bei der Essensausgabe geholfen. Es gab wieder Reis mit Bohnen. Aber zur Feier des Tages gab es auch selbstgemachte Pommes und Kraut. Dazu noch unterschiedliches Fleisch. Es war super lecker und alle Kinder haben sich gefreut.

Nach dem Essen haben die Kinder sich mit dem Abwaschen beeilt, damit es vor der Christmette noch die Bescherung gibt. Alle haben sich im Wohnzimmer im Mädchenhaus zusammengesetzt und zwei, drei große Kinder haben die Weihnachtsgeschichte vorgelesen. Dann hat Stefanie mir und Nora ein Zeichen gegeben und wir sind ihr gefolgt zum Büro. Da stand für jedes Kind eine Tüte mit Geschenken drin. Die haben wir dann ins Wohnzimmer getragen. Die Kinder waren super aufgeregt und haben sich sehr gefreut. Stefanie hat jedem Kind einzeln seine/ihre Tüte überreicht. Die Kinder haben voller Freude ihre Sachen ausgepackt. Jedes Kind hat etwas Schönes zum Anziehen bekommen und kleine Spielsachen. Die Spielsachen gehen hier in dem großen Haus nur leider super schnell verloren und es hat nur einige wenige Tage/Wochen gedauert, bis die meisten Spielzeuge verloren gegangen sind. Stefanie hatte sogar Geschenke für Nora und mich. Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet, weshalb ich mich umso mehr gefreut habe.  

Die großen Kinder haben sich dann für die Kirche fertig gemacht und die kleinen Kinder sind ins Bett gegangen. 

Die Christmette hat über zwei Stunden gedauert. Der Pfarrer hat eine Stunde lang gepredigt. Eine echt schöne Krippe stand im Altarraum, doch ich hatte nicht das Gefühl von Weihnachten. In diesen zwei Stunden habe ich meine Familie sehr vermisst und habe deshalb noch mehr versucht zu verdrängen, dass Heiligabend ist. 

Nach dieser sehr langen und emotional anstrengenden Messe sind alle ins Bett gefallen. Nora und ich haben noch einen sehr kitschigen Weihnachtsfilm geguckt und dabei viele Süßigkeiten, die wir aus Deutschland mitgebracht hatten, gegessen. Und dann sind auch wir todmüde ins Bett gefallen. 



Der erste Weihnachtsfeiertag hat mit einem Gottesdienst gestartet. Diesmal hat der Gottesdienst nur knapp eine Stunde gedauert, was hier eher ungewöhnlich ist. Der Pfarrer hat wohl in den Tagen zuvor sehr viel predigen müssen und so hat die Predigt nur 10 Minuten gedauert. 

Nach dem Gottesdienst haben sich alle fertig gemacht. Wir sind nämlich alle zusammen nach Bukoba gefahren, um dort essen zu gehen. Auf die Dächer der beiden Autos, die das Nikolaushaus hat, wurden die Rollstühle gespannt. Wir hatten außerdem ein Daladala, also einen kleinen Bus, gemietet. Und so sind knapp 60 Leute in drei Autos nach Bukoba gefahren. 

In Bukoba angekommen war auf einer Wiese schon eine sehr lange Tafel aus Plastiktischen und Plastikstühlen aufgebaut. Dort haben dann alle Platz genommen. Die Mamas, die Dienst hatten und alle Kinder waren da. Dann wurde langsam das Buffet aufgebaut. Es gab zwei verschiedene Reissorten. Der normale Reis war mit Karotten verfeinert. Es gab Kartoffeln und gebackene Banane. Das Highlight war aber die Tomatensoße. Die war richtig lecker und auch das erste, was leer war. Dazu gab es unterschiedliche Fleischsorten und einen Krautsalat. Es war das erste Mal, dass es keine Bohnen gab. Es war super lecker. 

Doch bevor wir angefangen haben zu essen, hat sich jeder erstmal die Hände gewaschen. Dazu wurde ein Eimer mit einem Verschluss aufgestellt und die Kinder haben sich alle ganz ordentlich angestellt. Danach haben die Mamas den Kindern das Essen auf die Teller gepackt. Nora und ich haben beim Verteilen des Essens geholfen und dann habe ich für jeden die Flaschen geöffnet. Es gab nämlich Softdrinks. 

Es war ein super schöner Tag. Die Sonne hat geschienen und es war warm. Alle saßen zusammen und nach dem Essen sind wir noch zum Wasser gegangen. Wir saßen am Strand und haben Fotos gemacht und einfach den Tag genossen. 

Es war ein ganz anderes Weihnachtsfest als sonst, aber ich habe es sehr genossen und bin sehr dankbar für die Möglichkeit, dieses Weihnachtsfest so anders verbracht haben zu können. 



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