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Safari mit Papa

  • Autorenbild: Margarethe Ueter
    Margarethe Ueter
  • 27. Apr. 2024
  • 4 Min. Lesezeit

Ostern im Nikolaushaus war mir sehr wichtig. Ich habe mir gewünscht, dass mein Papa mich hier im Nikolaushaus besuchen kommt. Und da hat sich Ostern gut angeboten. Da ich die Feiertage im Nikolaushaus mit den Kindern verbringen wollte, haben Papa und ich vorher ein paar Tage Safari gemacht.

Papa hat mir meinen Wunsch erfüllt. Er hat in den Osterferien den weiten Weg zu mir auf sich genommen. Ich habe die Zeit sehr genossen und ich bin sehr dankbar für diese Zeit, denn ich weiß, dass das nicht selbstverständlich ist.

Wir haben uns in Arusha getroffen und haben vier Tage lang eine Safari gemacht. Wir haben viele Tiere gesehen und ich fand es sehr beeindruckend. Wir haben Zebras gesehen, die vor uns die “Straße” überquert haben. Gnus, die mit den Zebras zusammen leben und eine Gemeinschaft bilden. Denn die Gnus haben einen besseren Geruchssinn, dafür haben die Zebras aber ein besseres Gedächtnis. Die Gnus finden die Wasserstellen besser, auf Grund ihrer guten Nasen, die Zebras können sich jedoch den Weg besser merken. Die Zebras haben schärfere Zähne und fressen das obere Gras ab, während die Gnus das untere Gras besser fressen können. Deshalb leben die beiden Arten in einer guten Lebensgemeinschaft.

Das alles hat uns unser Tourguide erzählt. Papa und ich hatten die Safari ganz für uns alleine, obwohl wir damit gerechnet hatten, dass wir in einer Gruppe unterwegs sein werden. Aber wir haben es sehr genossen nur mit unserem Tourguide unterwegs zu sein.

Wir haben Giraffen gesehen, die einfach in der Gegend rumstanden oder gefressen haben. Wir haben eine Hyäne herum schleichen sehen. Ein Highlight war, dass wir einen Löwen gesehen haben, der ganz stolz auf einem Stein saß und auf mehrere Weibchen mit Kindern, die etwas entfernt im Gras lagen, geblickt hat. Es war richtig wie bei “König der Löwen”, das war schon echt sehr beeindruckend.

Wir haben einen Elefanten gesehen, der an uns vorbei stolziert ist. Geschlafen haben wir drei Nächte lang in einem Zelt, in dem ein Bett stand und ein Badezimmer integriert war. Wenn ich normalerweise in einem Zelt schlafen, dann schlafe ich nicht in einem Bett. Es war ein ganz anderes Gefühl. Man konnte alle Geräusche der Nacht hören und hatte das Gefühl, dass das Bett mitten in der Wildnis steht. Wobei ich, während ich geschlafen habe nichts gehört habe. Papa hat mir dann erzählt, dass er in der einen Nacht eine Hyäne schreien gehört hat und in der zweiten Nacht ein Nilpferd, welches direkt vor unserem Zelt ganz viel Gras gefressen hatte. Die kahle Stelle hat er mir dann auch am Morgen gezeigt.

Wir haben eine Elefantenherde gesehen, welche die “Straße” zwischen den Autos hindurch überquert hat, um zur Wasserstelle zu laufen. Dort hat sich die Herde abgekühlt und die Kinderelefanten waren super süß. Danach ist die Herde weiter gezogen.

Dann ist ein Löwe direkt an unserem Auto entlang geschlichen. So nah war ich einem Löwen noch nie. Das fand ich sehr faszinierend. Ich hätte dem Löwen noch ewig weiter zusehen können, aber wir mussten dann weiter fahren. Wir haben Giraffen an und auf der Straße stehen sehen. Auch Giraffen habe ich vorher noch nie so nah gesehen. Giraffen sind auch irgendwie faszinierende Tiere.

An einem anderem Tag lag plötzlich ein Löwe mitten auf der “Straße”, als wir langsam näher kamen, ist er aufgestanden und hat sich ein paar Meter weiter wieder hingelegt, bis er dann endgültig weggegangen ist. Ich finde Löwen sehr beeindruckend. Sie sind eins meiner Lieblingstiere und ich bin sehr dankbar dafür, dass ich so viele Löwen so nah sehen durfte.

Leider haben wir nicht nur Tiere an uns vorbei laufen sehen. Einmal haben wir einen Reifen an uns vorbei in den Horizont rollen sehen. Der hintere linke Reifen hatte sich gelöst und ist abgefallen. Und so mussten wir gezwungen ermaßen anhalten. Zum Glück ist uns das auf einer gut befahrenen Straße passiert, weshalb schnell noch zwei weitere Autos mit Tourguides angehalten haben. Die drei Tourguides haben erstmal den Reifen wieder geholt. Leider ist auch ein weißer Mann ausgestiegen, der wie ich vermute aus Italien kam. Er hat den Tourguides Anweisungen erteilt, wie wir nun am Besten vorgehen. Ich weiß, er hat es nur lieb gemeint, aber ich habe nur gedacht, dass die drei Tourguides bestimmt wissen, was sie tun und warum. Ich wäre im Leben nicht auf die Idee gekommen, mich da einzumischen.

Der fremde Mann, Papa und ich haben uns dann erstmal auf die Suche nach den fehlenden Muttern und Schrauben gemacht. Aber leider ohne richtigen Erfolg. Also haben wir bzw. die drei Tourguides den Wagen aufgebockt. Wir hatten zum Glück einen Wagenheber dabei. Der Italiener hat Anweisungen verteilt und sein Bestes gegeben um zu helfen und Papa und ich saßen daneben. Wir haben unsere Hilfe angeboten, uns aber nicht aufgedrängt. Als das Auto dann aufgebuckelt war, haben sich die beiden anderen Tourguides verabschiedet und sind weiter gefahren. Also waren wir wieder nur zu dritt.

Es hat nicht lange gedauert, da haben die nächsten Autos angehalten und ihre Hilfe angeboten. Selten ist ein Auto einfach an uns vorbei gefahren. Und dann hat ein kleiner LKW angehalten und drei Fahrer sind ausgestiegen. Sie haben geholfen den Reifen zu wechseln. Sie haben den Reifen mit drei Schrauben und Muttern befestigt, die wir von den anderen Reifen abgemacht hatten. Die drei LKW Fahrer sind so lange geblieben, bis wir weiter fahren konnten. Als der Reifen wieder fest war, sind wir weiter gefahren und es hat alles wunderbar funktioniert. Ich war positiv überrascht über die Hilfsbereitschaft.


Leider war das gar nicht der einzige Schaden, den unser Auto hatte. Von Anfang an hatte das Auto eine schlappe Batterie und so mussten wir schon bei der ersten Logde angeschoben werden, damit der Motor startet. Ab dem dritten Tag hat unser Tourguide das Auto nicht mehr ausgemacht, außer er wusste, dass uns ein anderes Auto anschieben kann, damit es wieder anspringt. Oder wir haben nur bergab geparkt, damit wir von selbst rollen und das Auto anspringt. Die Safari war also ein pures Abenteuer, welches ich sehr genossen habe.


Ein paar Eindrücke:


 
 
 

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