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Einsame Insel 🏝️

  • Autorenbild: Margarethe Ueter
    Margarethe Ueter
  • 11. Mai 2024
  • 3 Min. Lesezeit

Nach Ostern sind Papa und ich dann nochmal zurück nach Dar es Salaam geflogen, um dort noch ein paar Tage zu entspannen, bevor Papa wieder nach Deutschland fliegen musste und ich wieder voller Energie im Nikolaushaus durchstarten konnte. In DAR haben wir in einem Hotel übernachtet, und wir sollten vom Flughafen abgeholt werden. Als wir aus dem Flughafen kamen, war aber niemand da, der uns abholen wollte. Nach langem Hin und Her hat uns dann unser Fahrer gefunden. Er war davon ausgegangen, dass wir eine Stunde später landen und war deshalb eine Stunde zu spät.

Wir sind ins Hotel gefahren und haben im Hotelrestaurant zu Abend gegessen und haben den Abend mit einem Bierchen ausklingen lassen.

Am nächsten Tag sind wir in eine Lodge gefahren. Ich hatte keine Ahnung, was mich erwartet. Wir sind aus der Stadt raus gefahren und irgendwann waren wir mitten im Nirgendwo. Ich dachte nur, hier kann aber kein Hotel stehen, wo fahren wir hin?

Doch das wollte mir Papa nicht verraten. Also habe ich mich überraschen lassen. Und dann waren wir am Wasser. Die Straße war zu Ende. Das Auto stand am Wasser und wir sind ausgestiegen.

Wir waren mitten in einem Fischerdorf. Ein einsames Boot schwamm im Wasser und ein Schild stand am Strand, worauf der Name einer Lodge stand. Unserer Lodge. Doch von der Lodge war keine Spur.

Auf dem Boot stand aber auch der Name.

Und dann kam ein Mann angelaufen, der sich uns vorgestellt hat und es wurde klar, dass es nun mit dem Boot weitergeht. Da es keinen Steg gab, mussten wir durch das Wasser in das Boot steigen. Und dann ging es auch schon los. Wir sind ungefähr 15 Minuten mit dem Boot auf eine kleine Insel gefahren. Auf der Insel steht nur diese eine Lodge und wir wurden sehr herzlich begrüßt. Leider hat es leicht geregnet. Aber wir hatten 29°C, weshalb das nicht weiter schlimm war.

Die Insel ist eigentlich gar keine Insel, sondern eine Landzunge. Die Lodge steht am Ende der Landzunge. Die Landzunge ist aber so stark bewachsen, dass der einzige Weg über das Wasser geht. Es gibt also keinen Landweg und das Inselfeeling ist auf jeden Fall vorhanden.

Papa und ich hatten die ganze Lodge für uns alleine, da keine anderen Gäste da waren. Ich hatte also eine Insel ganz für mich alleine.

Die Lodge war wirklich richtig schön. Papa und ich hatten unsere eigene kleine Hütte mit einem eigenen Zugang zum Strand. Die Hütten und das Haupthaus sind komplett aus Holz und mit Bananenblättern gedeckt. Ganz traditionell. Natürlich gab es auch einen Pool, aber den haben wir nicht genutzt. Ich bin lieber im Meer schwimmen gewesen. Leider war das Wetter nicht super toll, da es die ganze Zeit sehr bewölkt war und oft geregnet hat. Aber da die Außentemperatur 29°C war und die Wassertemperatur 28°C, hat mich das nicht vom Schwimmen abgehalten. Ich habe auch ganze drei Sekunden in der Sonne gelegen, als die Wolken das mal zugelassen haben, und habe sofort einen Sonnenbrand bekommen.

Papa und ich hatten zwei sehr schöne Tage auf der Insel. Wir haben viel entspannt und gute Gespräche geführt und von einer Mahlzeit zur nächsten gelebt und viel gelesen.

Und dann haben wir uns nach zwei Tagen wieder auf den Rückweg gemacht. Wir sind zurück mit dem Boot und dann wieder in das Hotel in DAR. Am Abend bin ich noch alleine am Strand spazieren gegangen und habe dort den Sonnenuntergang angesehen. Ich habe ein paar Muscheln gesammelt und bin dann zu Kindern gegangen, die im Wasser gespielt haben. Zuerst wollten alle mit mir ein Foto machen und dann habe ich die Kinder gefragt, wie sie heißen. Wir haben uns gegenseitig gefangen, ich hab sie gekitzelt und wir haben uns mit dem Wasser nass gemacht. Ich habe mich richtig frei gefühlt. Ich habe alles um mich herum ausgeblendet und hatte sehr viel Spaß mit den Kids. Als es dann dunkel war, mussten wir leider alle nach Hause. Ein Mädchen hat mir dann noch die Hälfte ihrer gesammelten Muscheln geschenkt. Das war wirklich sehr süß. Ich bin dann zurück zu Papa ins Hotel gegangen. Er hat im Restaurant auf mich gewartet. Ich kam nass und ausgepowert bei ihm an, mit einem Strahlen auf dem Gesicht. Es war ein sehr schöner Abend.

Am nächsten Morgen sind wir zum Flughafen gefahren und mussten uns wieder voneinander trennen. Ich bin zurück nach Bukoba geflogen und Papa hat sich auf den Weg zurück nach Deutschland gemacht. Als wir uns verabschiedet haben, hatte ich einen Kloß im Hals. Ich habe die Zeit mit Papa sehr genossen und hoffe sehr, dass ich noch oft die Möglichkeit habe so viel Quality time mit Papa verbringen zu dürfen.



Ein paar Eindrücke:



 
 
 

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