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Kigoma 🦓

  • Autorenbild: Margarethe Ueter
    Margarethe Ueter
  • 3. Feb. 2024
  • 5 Min. Lesezeit

Am Freitag, den 29.12.2023 sind wir nach Kigoma gefahren. Stefanie ist mit neun großen Mädels, Nora und mir, Steffen und Kati nach Kigoma gefahren. (Kati war vor 10 Jahren als Freiwilige im Nikolaushaus und ist über die Feiertage mit ihrem Freund Steffen zusammen zu Besuch gekommen). Wir sind um 5:30 Uhr losgefahren, denn Kigoma ist 10 Stunden Autofahrt vom Nikolaushaus entfernt (ca. 540 km). Wir sind mit einem Toyota Landcruiser gefahren. Stefanie ist gefahren und Steffen und Kati saßen auf dem Beifahrersitz. Wir Anderen saßen hinten. Hinten sind zwei Bänke, die sich gegenüber stehen. Man fährt dementsprechend seitwärts. Dadurch, dass es Bänke sind, saßen wir alle Hüfte an Hüfte, was relativ eng war. Unser Gepäck war auf dem Dach nur mit einer Plane abgedeckt, gespannt

Auf der Fahrt habe ich versucht zu schlafen, was nicht ganz einfach war, weil die Mädels laut Musik gehört haben.

Nach einiger Zeit sind wir durch ein Dorf gefahren. Dort haben wir durch das Fenster, eine Flasche Honig und für jeden ein Muttermilch Ähnliches Getränk gekauft.


Nach kurzer Zeit haben wir noch mal gehalten und haben Gebäck für die restliche Fahrt gekauft. Nora und ich haben zwischendurch Podcast gehört und haben ansonsten viel aus dem Fenster geguckt. Wir haben Affen auf der Straße und am Straßenrand gesehen. Außerdem sind wir durch ein Flüchtlingslager gefahren. Wir waren an der Grenze zu Burundi und anscheinend fliehen viele von dort nach Tansania. Die Straße führte genau durch dieses Camp und niemand durfte aus oder einsteigen, während wir hindurch gefahren sind.



Nach einer sehr langen Fahrt, sind wir verhältnismäßig früh in Kigoma angekommen, da wir nur wenige kurze Stopps gemacht haben. Wir sind dann Essen gegangen. Für mich gab es Chips Mayai und eine Cola. Ungefähr eine Stunde später sind wir zur Ferienwohnung gefahren. Auf dem großen Gelände waren mehrere kleine Häuser und Zelte. Wir hatten das größte Haus für uns alleine. Es gab zwei Küchen, drei Zweier-Zimmer, ein Fünfer- und ein Sechser-Zimmer. Nora und ich waren in einem Zimmer. Stefanie hatte ein Einzelzimmer. Die Mädels sind nach dem Ankommen sofort Baden gegangen, denn die Unterkunft liegt direkt am Tanganyika See. Es war ein relativ warmer Tag und so haben sich alle im See abgekühlt. Nora und ich haben uns erstmal mit unserem Hauszebra Zebrastian vertraut gemacht.

Zebrastian lebt auf dem Gelände und das schon seit vielen Jahren. Mittlerweile lebt er leider alleine, aber früher hatte er eine Herde. Er kommt relativ nah und man muss das Tor zum Haus immer zu machen. Ansonsten steht er auf der Terrasse. Zebrastian tritt leider aus und beißt auch, deshalb haben Nora und ich immer genügend Abstand zu ihm gehalten. Auf dem Gelände leben außerdem noch Affen. Man muss aufpassen, das sie einem nicht das Essen klauen. Auf dem Gelände ist absolut kein Handyempfang, weshalb man ein paar Schritte gehen muss bis man Empfang hat. Das hat uns aber nicht weiter gestört.

Da das Haus ein Selbstversorger Haus ist, haben wir jeden Tag zusammen gekocht. Das fand ich sehr schön.



Am Sonntag sind wir in Kigoma in die Kirche gegangen. Die Kirche in Kigoma war sehr groß und schick im Vergleich zu den Kirchen, die ich bisher gesehen hatte. Als wir angekommen sind, lief der Gottesdienst schon. Wir haben uns leise dazu gesetzt und in dem Gottesdienst wurden fünf Kinder Kindergetauft. Ich fand es schön, dass ich bei diesen Taufen dabei sein durfte. Wir saßen noch gute zwei Stunden in dem Gottsdienst, obwohl er schon angefangen hatte, als wir angekommen sind.


An Silvester Silvesterwaren wir alle zusammen Essen. Es gab für jeden wieder Chips Mayai und für die Anderen noch zwei Hühner. In der Location haben wir gesehen, dass später noch Live Musik gespielt wird, allerdings waren wir schon so früh da, dass es sich nicht gelohnt hätte, zu warten, bis sie anfangen. Das haben zumindest Stefanie und die Anderen so gesehen. Nora und ich fanden das sehr schade und deshalb haben wir uns dazu entschieden noch länger in der Stadt zu bleiben und später mit einem Bagaji nach Hause zu fahren. So haben Nora und ich uns einen schönen Abend in Kigoma gemacht.

Die Live Musik hat erst um 23 Uhr angefangen. Um null Uhr sind dann alle auf die Bühne gegangen und haben getanzt. Ich habe mit super vielen Fremden getanzt und es hat uns sehr viel Spaß gemacht. Danach hat dann erstmal eine professionelle Tänzerin getanzt und als sie fertig war, hat der Sänger gesagt, dass Nora und ich dann jetzt tanzen sollen. Und so haben wir uns auf der Bühne wiedergefunden und haben vor allen getanzt.


Später sind wir in einen Extra Raum gegangen, da war es wie in einem Club. Super eng, dunkel und voll. Da habe ich dann mit einem Jungen getanzt, der mich durch den ganzen Raum gewirbelt hat. Doch lange habe ich es da nicht ausgehalten. Als wir wieder rausgegangen sind, musste ich leider feststellen, das mir mein Handy geklaut worden ist. Wir haben alles versucht, dass wir es wieder bekommen, aber der Dieb war leider schon über alle Berge. Mehrere Menschen haben versucht uns zu helfen, aber leider ohne Erfolg. Damit war der Abend für uns leider gelaufen. Ein älterer Mann hat immer wieder zu uns gesagt, dass es gut ist, dass uns nichts pasiert ist. Damit hat er ja auch vollkommen Recht. Er hat uns dann auch ein Bagaji organisiert. Weil er den Fahrer nicht kannte, hat er seinen Freund mitgeschickt, der mit uns die ganze Strecke nach Hause mitgefahren ist, damit uns nichts passiert. Am Haus angekommen habe ich dann erstmal dafür gesorgt, dass Alles gesperrt wird und ich habe meine Passwörter geändert, damit niemand auf meine Konten zugreifen kann. Die Daten sind vermutlich einfach vernichtet worden. Die nächsten Tage hatte ich dann erstmal kein Handy.



Die restlichen Abende haben wir Gesellschaftsspiele gespielt. Es war ein sehr schöner Urlaub, von dem ich leider nicht mehr viele Fotos habe, da viele Fotos auf meinem geklauten Handy waren.

Am Dienstag (02.01) haben wir uns wieder sehr früh auf den Nachhauseweg gemacht. Kati und Steffen sind von Kigoma aus direkt weiter nach Sansibar gefahren. Wir sind nach Hause gefahren und waren innerhalb von neun Stunden Zuhause. So schnell ist Stefanie die Strecke noch nie gefahren. Die letzten drei Stunden haben wir noch drei große Jungs mitgenommen, die schon aus dem Nikolaushaus ausgezogen sind. Sie wollten gerne zu Besuch kommen und so haben wir sie mitgenommen. Bis dahin hatten wir ltnismäßig verhältnismäßigviel Platz Platzim Auto, die drei Stunden war es dann wieder ein bisschen enger, aber es hat alles gut geklappt.

Als wir hier auf das Gelände gefahren sind, haben sich die Kinder so gefreut, dass wir wieder da sind. Es war richtig schön. Ein paar Kinder sind mir auf den Arm gesprungen und haben mir gesagt, dass sie mich vermisst haben. Das hat mich total glücklich gemacht, weil ich sie auch vermisst habe. Es hat mir gezeigt, wie sehr ich hier schon angekommen bin. Und wie glücklich ich bin, dass ich hier sein darf.


Zum Schluss noch ein paar Randinformationen zum Tanganjikasee, die ich ganz interessant finde.

Der Tanganjikasee gehört zu den ältesten Seen der Welt und ist nach dem Vikotoriasee der zweitgrößte See Afrikas, mit einer Fläche von 32 893 Quadratkilometern. Die Fläche ist vergleichbar mit Nordrhein-Westfalen. Die Tiefe des Sees ist auch sehr beeindruckend. Mit 1479 Metern Tiefe ist der See der tiefste See Afrikas und der zweittiefste See der Welt. Der See ist sehr schmal, denn er ist an der breitesten Stelle nur 50 Kilometer breit. Der 673 Kilometer lange See verläuft durch die Nachbarländer Sambia, Burundi und Kongo.

Der See misst an der Wasseroberfläche meistens eine Wassertemperatur von 26°C - 29°C und so bin ich schwimmen gewesen, obwohl die Außentemperatur nicht sonderlich hoch war.



Quelle: Infos zum Tanganjikasee: Buch, Tansania mit Serengeti, Ngorongoro-Krater, Kilimanjaro, Ruaha, Tanganyika-See, Nyasa-See, Dar es Salaam und Sansibar von Francisca Chengula

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