Ausflug nach Morogoro 🛺
- Margarethe Ueter
- 14. Okt. 2023
- 4 Min. Lesezeit
Am Freitag (15.09.2023) sind wir mit den Lehrern nach Morogoro gefahren. Nora und ich wollten gerne nach Morogoro fahren, weil wir uns um Mobile Daten kümmern mussten (am Flughafen hatten wir uns nur um eine kurzzeitig Lösung gekümmert). Im Unterricht haben wir dann Lilly und Emmy gefragt, wie wir am besten nach Morogoro fahren können und wann. Die haben uns dann vorgeschlagen, am Freitag nach dem Test nach Morogoro zu fahren. Das haben wir dann auch gemacht und die beiden sind mitgenommen.
Hier in der Sprachschule sind noch drei Österreicher, die gleichzeitig mit uns den Kurs gestartet haben und auch zwei Wochen bleiben. Mit denen verstehen wir uns echt gut. Die drei sind dann auch mitgekommen nach Morogoro.
Also sind wir alle zusammen am Freitag Nachmittag nach Morogoro gefahren und Emmy und Lilly haben uns die Stadt gezeigt.
Wir sind mit Bajaji's in die Stadt rein gefahren.
Bajaji's kann man sich vorstellen, wie ein Roller mit drei Rädern, das verkleidet ist als Auto😂. Das Bajaji besteht aus zwei Bänken, die Vordere, wo der Fahrer drauf sitzt und die Hintere, auf denen wir gesessen haben. Auf der Rückbank können maximal drei Personen Platz nehmen. Dann sitzt man aber auch Hüfte an Hüfte (vor allem, wenn drei Frauen auf der Rückbank sitzen🙈).
Das ganze ist mit einer Plane eingepackt, so wie in einem Zelt. Sicherheitsgute oder ähnliches gibt es nicht.
In Morogoro angekommen sind wir ausgestiegen und standen in der prallen Sonne. Ich hatte das Gefühl, dass es sehr viel heißer ist, als es in der Sprachschule war. Die Sonne hat auf uns geschiehnen und die Luft stand. Es wehte kein Lüftchen, wie in der Sprachschule. Die Sprachschule liegt bisschen außerhalb von Morogoro und schon fast auf dem Land.
In der Stadt war es super stickig und die Luft war sehr erdrückend.
Wir wollten von der Hauptstraße dann runter und in die Nebengassen, dabei ist mir aufgefallen, dass es sowas wie Bürgersteige und Fußübergänge nur selten, bis gar nicht gibt. Die Fußgänger müssen sehen, wo sie bleiben😅.
Es gibt große Straßen, wo noch kleine Busse, Bajaji's und Moppets entlang fahren. Selbst auf diesen Straßen sind am Rand noch viele Stände. Dann gibt es von da aus kleine Gassen und sehr enge Wege direkt an den Ständen vorbei. Eine Halle, auf zwei Etagen, die vollgestopft ist mit Ständen, wo man Reis, Bohnen und co kaufen konnte.
An den Ständen auf den Straßen konnte man alles kaufen, von Obst und Gemüse über Hygieneartikel und Spielzeug bis hin zu Schuhen und Unterwäsche.
Die Gassen waren eng und staubig und ich wusste, hier möchte ich nicht meine Unterwäsche kaufen🙈.
An vielen Ständen hatten die Leute ein Megafon, das seinen Text immer wiederholt hat. Aus diesem Grund und weil die Fahrzeuge auf der Straße immer hupen, war es super laut in der Stadt und hat mich persönlich sehr gestresst. Es waren viele Menschen unterwegs und wir wurden aufgrund unserer Hautfarbe oft angeguckt.
Wir haben auf den Straßen vollgestopfte Bajaji's gesehen. Da waren wirklich viele Menschen drin. Es hat mich schon gewundert, dass das Bajaji überhaupt noch fährt. Auf der Rückbank haben drei Leute gesessen, die dann auch noch Leute auf den Schoß genommen haben. Vorne neben dem Fahrer haben auch noch mal zwei Leute gesessen. Also Verkehrstauglich ist das in meinen Augen nicht mehr, aber ich glaube hier gehört das zum Alltag dazu.
Auf den Straßen und in den Gassen habe ich sehr viel Müll gesehen. Auch hier habe ich Menschen gesehen, die am Wegesrand sitzen und nach Geld betteln, weil sie sonst nichts haben.
Lilly und Emmy haben uns einen Supermarkt gezeigt, bei dem die Preise in Ordnung sind, denn wir sind an einem vorbeigelaufen, wo die Preise wohl sehr hoch sind.
Der Supermarkt war ungefähr so groß wie ein großer Kiosk in Deutschland und sehr vollgestellt. Durch die Gänge konnte ich gerade so gehen. Wenn mir einer entgegen gekommen ist, mussten wir beide seitwärts aneinander vorbei laufen und dabei aufpassen, dass wir nix aus den Regalen fegen. Die Regale reichten nämlich bis zur Decke und waren bis vorne zur Kante vollgestellt.
Ich hatte eher das Gefühl, dass ich bei jemandem im Vorratsraum bin und dass es Vorratsschränke sind. Ich bin einmal an jedem Regal entlang gegangen und bin dann auch recht schnell wieder raus. Sie hatten eigentlich alles was eingepackt ist: Hygieneartikel, Dosen, Getränke (auch Alkohol), Kekse, Müsli und eine Kühltruhe, mit Eis, und Co. Was ich gar nicht gesehen habe, ist frisches Obst und Gemüse. Aber das gibt es ja auch auf dem Markt.
An einem der vielen Stände mit Armbändern, Fußkettchen, Hüftketten und co. haben Nora und ich uns das gleiche Armband (in der tansanischen Flagge) und ein Fußkettchen ausgesucht. Lilly hat netterweise für uns mit der Verkäuferin geredet und so mussten wir nicht extra viel zahlen. Als weiße Person fallen wir in Morogoro schnell auf und die Menschen vor Ort merken natürlich, dass wir nicht von hier sind. Sie verlangen oft höhere Preise, weil sie davon ausgehen, dass wir als Touristinnen viel Geld haben. Daher ist es wichtig zu wissen, wie viel die Sachen ungefähr kosten, damit wir nicht komplett abgezogen werden🙈.
In einem Vodafone Shop haben wir dann noch mit Emmys und Lillys Hilfe unsere mobilen Daten aufgeladen. Mann kann die mobilen Daten immer nur höchstens für einen Monat kaufen und dann muss man sich neue kaufen. Damit wir das von überall tun können, haben wir dann noch auf den Rat von Emmy und Lilly, uns Geld auf das Handy geladen (M-Pesa), so dass wir damit bezahlen können. Das Geld können wir jeder Zeit wieder von dem Konto nehmen, wenn wir es doch nicht mehr auf der App brauchen sollten.













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