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Von DAR zur Sprachschule 🚌

  • Autorenbild: Margarethe Ueter
    Margarethe Ueter
  • 23. Sept. 2023
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 30. Sept. 2023

Um sechs Uhr (am 10.09.2023) war es dann schlagartig hell, so als wenn jemand das Licht angemacht hätte. Wir haben dann erstmal Geld abgehoben (ich hatte noch nie so viele Scheine auf einmal in der Hand🙈, denn 10.000 tansanische Schilling entsprechen 3,72€). Dann haben wir uns darum gekümmert, dass wir mobile Daten haben. Eine tansanische Sim-Karte haben wir glücklicherweise schon im Vorfeld erhalten🥰.


Zu dem Zeitpunkt hatten wir noch nicht wirklich eine Ahnung, wie wir vom Flughafen zur Sprachschule kommen. Wir wussten, dass wir mit einem Taxi zu einer Bushaltestelle müssen, wo ein Bus von Daressalam nach Morogoro fährt.

Mir wurde aber eingetrichtert, dass ich mit den Taxen aufpassen muss und nicht einfach in ein Taxi einsteigen sollte.

Am Flughafen wurde uns sofort ein Taxi angeboten, doch wir haben verneint, denn ich hatte ein ungutes Bauchgefühl (und auf das Bauchgefühl, sollte man ja hören😉). Also haben wir uns per App ein Uber gerufen, der uns dann zur Bushaltestelle fahren sollte.


Der Uber-Fahrer hat an einer anderen Stelle geparkt, als wir standen, weshalb wir ihn erst nicht gefunden haben. Doch als er uns angerufen hat und wir miteinander gesprochen haben, haben wir uns dann doch recht schnell gefunden.

Er hat unsere tausend Klamotten in das kleine Auto gepackt. Es hat gerade so gepasst. Unsere Koffer mussten auf der Rücksitzbank liegen und mein Rucksack im Fußraum🙈. Beim Einsteigen wollte Nora dann aus Versehen auf den Fahrersitz einsteigen. Der Beifahrersitz ist aber natürlich auf der linken Seite und nicht auf der rechten, wie in Deutschland😂. Da mussten wir alle lachen. Das hat die Stimmung gelockert und wir haben uns wohlgefühlt.


Wir hatten leichte Kommunikationsschwierigkeiten, weil er nur gebrochen Englisch konnte und wir noch kein Swahili. Doch zum Glück hat uns unsere Vorgängerin eine Nachricht auf Swahili geschrieben, in der drin steht, wo wir hinwollten. Die konnten wir ihm dann zeigen😅.

Ich war mir nicht ganz sicher, ob er uns wirklich verstanden hat. Deshalb habe ich unseren Weg mit Google Maps verfolgt. Ich glaube zwar nicht, dass es irgendwas gebracht hat, aber es hat mir ein gutes Gefühl gegeben.

Wir fanden den Uber-Fahrer sehr sympathisch und haben uns sicher gefühlt. Ich bin froh, dass wir nicht mit dem Taxifahrer mitgefahren sind. Wobei das wahrscheinlich auch nicht viel dramatischer abgelaufen wäre🙈.


Die Fahrt zum Busbahnhof hat ungefähr 20 Minuten gedauert. Ich war so beeindruckt von dem, was draußen abgeht, dass ich gar nicht richtig mitbekommen habe, wie die Zeit verging.

Die Straßen sind sehr staubig und steinig. Alle Hupen wie wild, um sich zu verständigen. Es ist irgendwie nicht so ein aggressives Hupen, wie ich das aus Deutschland kenne. Zwischen den Autos, kommen dann auch noch Motorräder und Roller mit mehreren Personen darauf, vorbeigefahren. Diese kündigen sich mit dem Hupen an, so interpretiere ich das Ganze. Für mich ist das ein reines Chaos, denn überholt wird einfach von rechts und von links.

Am Busbahnhof hat der Uber-Fahrer unser Gepäck in den Bus geräumt. Nachdem wir uns nochmal versichert haben, dass es der richtige Bus ist, haben wir ein Ticket gekauft und sind eingestiegen. Der Bus war ein Reisebus. Alle Plätze waren verkauft und dann sind wir auch schon losgefahren.

Wir hatten keine Ahnung, wie lange wir fahren mussten. Als dann Google Maps meinte, dass es 5 Stunden sind, waren wir sehr überrascht, weil wir nicht damit gerechnet haben, dass es so lange dauern wird. Meine Blase hat sich natürlich auch sofort gemeldet (na, toll. Dass kann ja was werden😅).


Die Busfahrt war laut und sehr ruckelig. Auf einem Bildschirm lief die ganze Zeit laut Musik oder irgendein Film. Schlafen war dementsprechend nicht möglich. Eine Frau hat sehr laut telefoniert und es war gut, dass ich keine Scheu vor Köperkontakt habe🙈. Die Kinder haben auf den Schößen der Mütter gesessen bzw. geschlafen.

In Absprache mit der Sprachschule war dann irgendwann klar, dass wir nicht bis nach Morogoro fahren sollten, sondern schon vorher aussteigen mussten. Das mussten wir dann noch dem Busfahrer sagen, damit er uns dann passend rauslassen konnte.

An der “Bushaltestelle” (die für mich nicht erkenntlich war) hat uns dann einer der Lehrer von der Sprachschule abgeholt und wir sind zur Sprachschule gelaufen.

Hier ist überall so roter Sand bzw. rote Erde. Mein Rucksack und mein Koffer wurden leider ein bisschen in Mitleidenschaft gezogen🥲.

Wir waren so um 13 Uhr hier und nachdem wir unsere Zimmer gezeigt bekommen haben, gab es auch direkt Mittagessen.


Nach dem Essen haben wir dann entspannt unsere Zimmer eingeräumt. Ich habe hier ein großes Bett, mit einem knapp bemessenen Moskitonetz, das über dem Bett hängt. Ein eigenes Bad hat jeder von uns auch. Die Badezimmerwand geht nicht bis zur Decke, weshalb Nora und ich uns unterhalten können, wenn wir im Bad stehen. So wie im Schwimmbad in den Umkleidekabinen🙈. Die Fenster gehen nicht richtig zu. Die Fenster bestehen aus mehreren kleinen Glasscheiben, die man kippen kann. Wie ein Rolladen für das Fenster von innen in Deutschland, die man dann so kippen kann, um mehr Sonne rein zu lassen, oder weniger… (Ich hoffe das war irgendwie verständlich😅).


Mehr über die Sprachschule erfährst du im nächsten Blogeintrag.



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